Wie wir arbeiten

Die Leopold Bachmann Stiftung wurde 1997 als Förderstiftung von Leopold Bachmann gegründet. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung profitieren unsere Partner von unserem weltweiten Partner- und Expertennetzwerk sowie von der Fachexpertise der Geschäftsstelle. Wir unterstützen das gemeinsame Lernen, und stellen unser Wissen sowie unsere Erfahrungen gerne zur Verfügung. Zudem fördern wir aktiv die Vernetzung unserer Partner untereinander, und pflegen einen offenen sowie transparenten Dialog mit ihnen.

 

Berichterstattung

Der regelmässige persönliche und schriftliche Austausch mit unseren Partnern ist uns wichtig. Zwischen- und Jahresberichte sowie ein umfassender Abschlussbericht mit finanzieller Berichterstattung werden vorausgesetzt. Unsere Partner informieren uns proaktiv über Projekterfolge sowie über Verzögerungen, grössere Abweichungen und/oder Anpassungen in ihren Projekten.

 

Organisationsentwicklung

Wir legen Wert auf eine stabile Organisationsstruktur. Deshalb unterstützen wir unsere Partner bei der Entwicklung ihrer Organisation und dem Aufbau interner Kapazitäten.

 

Langfristige Partnerschaften

Wir gehen Partnerschaften mit Organisationen ein, welche die Mission und die Ziele der Leopold Bachmann Stiftung innerhalb der gesetzten Themenschwerpunkte und Fokusländer fördern. Für uns sind mehrjährige Partnerschaften die geeignete Grundlage, um dauerhafte Veränderungen – ohne jedoch Abhängigkeiten zu schaffen. Daher unterstützen wir Projekte in der Regel über einen Zeitraum von zwei bis acht Jahren, wobei langfristige Projekte in mehreren Phasen umgesetzt werden.

 

Finanzierung

Wir sind der Ansicht, dass eine diversifizierte Projektfinanzierung zur Unabhängigkeit, Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit einer Organisation beiträgt. Aus diesem Grund übernehmen wir nicht die volle Finanzierung von Projekten. Wir erwarten, dass die Partner – neben den finanziellen Mitteln der Leopold Bachmann Stiftung – eigene Mittel beisteuern sowie Drittmittel generieren.

 

Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen

Wir begrüssen die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen in Form von Kofinanzierungen wie auch in Form von Lern- und Erfahrungsaustausch. Wir sind überzeugt, dass ein aktiver Austausch unter Stiftungen unsere Arbeit stärkt und bereichert. Daher ist die Leopold Bachmann Stiftung auch Mitglied von SwissFoundations und proFonds – den beiden Verbänden für Förderstiftungen in der Schweiz.

Unsere Themen­schwer­punkte

Unsere Vision ist es, dass alle Menschen die Möglichkeit erhalten, sich Wissen anzueignen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Wir setzen uns dafür ein, dass sie unabhängig von ihrem Lebensweg eine beständige und sichere Existenzgrundlage und Einkommensquelle haben, damit sie ihre Zukunft erfolgreich gestalten und einen wertvollen Beitrag zu ihren Gemeinschaften leisten können.
Unser Fokus liegt auf benachteiligten Personen, insbesondere auf Projekten für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren. Darüber hinaus unterstützen wir Initiativen für Erwachsene allgemein.

 

Wir engagieren uns für die folgenden Themenschwerpunkte:

  1. Bildung/Berufsbildung – International
  2. Unternehmertum – International
  3. Agrarökologie – International
  4. Agrarökologie – Schweiz

Bitte beachten Sie, dass wir in den mit «International» markierten Themenschwerpunkten nur Projekte unterstützen, die in den von uns definierten Fokusländern liegen.

 

Weitere Details über die Vision und die Ziele, welche die Leopold Bachmann Stiftung mit den von ihr geförderten Projekten verfolgt, finden Sie unter den folgenden Tabs.

Bildung/Berufsbildung – International

Wir setzen uns dafür ein, die Lebensbedingungen von Menschen durch Berufsbildung und höhere Ausbildung zu verbessern. Unser Ziel ist es, Menschen mit dem nötigen Wissen und den Fähigkeiten auszustatten, damit sie ein wirtschaftlich selbständiges Leben führen und ihr soziales Umfeld positiv beeinflussen können. Dabei fokussieren wir uns auf die Förderung von Projekten, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 – 30 Jahren richten.

 

Unsere strategischen Bildungsziele:

  • Förderung der Sekundarschulbildung
    Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen aus benachteiligten Gemeinschaften die notwendige Unterstützung erhalten, um die Sekundarschule erfolgreich abzuschließen und zukünftige Chancen wahrzunehmen.
  • Ausbau des gerechten Zugangs zu Bildung
    Wir engagieren uns dafür, dass qualitativ hochwertige Sekundar- und Hochschulbildung für alle Jugendlichen zugänglich ist – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.
  • Stärkung der Berufsvorbereitung
    Wir fördern Programme, die jungen Menschen helfen, sich über Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu informieren und durch Berufsberatung einen selbstbewussten und informierten Übergang ins Berufsleben zu gestalten.
  • Ausbau der Kompetenzen von Lehrkräften
    Wir investieren in die berufliche Weiterentwicklung von Lehrkräften, indem wir Schulungen, innovative Lehrmittel und Workshops anbieten, die sie befähigen, den sich wandelnden Bedürfnissen ihrer Schüler und Schülerinnen sowie Studenten und Studentinnen gerecht zu werden.

Unsere strategischen Ziele in der beruflichen Bildung:

  • Stärkung beruflicher Bildungswege
    Wir fördern Programme der beruflichen Bildung, die mit den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes übereinstimmen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung praxisnaher, marktrelevanter Kompetenzen, die die Beschäftigungsfähigkeit und langfristige Berufsperspektiven junger Menschen verbessern.
  • Integration von Lebenskompetenzen für die Arbeitsmarktfähigkeit
    In Anerkennung der entscheidenden Bedeutung zwischenmenschlicher und kognitiver Kompetenzen für den beruflichen Erfolg unterstützen wir berufliche Bildungsinitiativen, welche die Entwicklung von Soft Skills in ihre Programme integrieren, um junge Menschen auf dynamische Arbeitsumgebungen vorzubereiten.
  • Verankerung von Finanzkompetenz und unternehmerischem Denken
    Zur Förderung von Jugendunternehmertum und wirtschaftlicher Selbstständigkeit befürworten wir die Integration von Finanzbildung und betriebswirtschaftlichem Know-how in berufliche Lehrpläne.
  • Förderung der Fachkompetenz von Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern
    Wir bieten gezielte Weiterbildungsmassnahmen und Ressourcen für Lehrkräfte in der beruflichen Bildung an, um sicherzustellen, dass sie den Unterricht gemäss aktuellen Branchenstandards und technologischen Entwicklungen gestalten können.

Unternehmertum – International

Wir sind überzeugt, dass Unternehmertum zur Lösung drängender globaler Probleme und zum Aufbau lebendiger Gemeinschaften beiträgt. Private Initiative und Kapital sind nötig, um die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) zu erreichen. Wir unterstützen innovative Gründer und Gründerinnen sowie Unternehmen, die Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und das Wohlergehen der Gemeinschaft in den Vordergrund stellen.

 

Unsere Ziele:

  • Soziale Innovation vorantreiben: Wir unterstützen Jungunternehmen und KMU, die Lösungen für soziale, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen entwickeln. Wir konzentrieren uns auf Projekte, die das Potenzial haben, in unterversorgten oder ausgegrenzten Gemeinschaften wesentliche Veränderungen zu bewirken.
     
  • Stärkung von Start-up Ökosystemen: Wir unterstützen die Entwicklung von Netzwerken und Dienstleistern wie Accelerator, die Start-ups zum Erfolg verhelfen.
     
  • Firmenwachstum begleiten: Wir fördern lokale Unternehmen, die wachsen wollen und können. Damit schaffen sie Arbeitsplätze und kurbeln die Wirtschaft an. Hier sehen wir grosses Potential für die Armutsreduktion und breite, inklusive Wirtschaftsentwicklung.

Agrarökologie – International

Wir setzen uns für die Förderung der Agrarökologie ein, um die Lebensgrundlage der heutigen und kommenden Generationen zu sichern. Dazu unterstützen wir landwirtschaftliche Praktiken, die ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich tragfähig und sozial gerecht sind. Unser Ziel: Wir wollen durch innovative landwirtschaftliche Techniken, die die Böden schonen und die Artenvielfalt fördern, einen Beitrag für einen gesünderen Planeten leisten.

 

Unsere Ziele:

  • Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken: Unterstützung und Verbreitung agrarökologischer Methoden sowie Permakultur- und Agroforstsystemen, welche die Gesundheit der Böden verbessern, Wasser sparen, die Abhängigkeit von chemischen Mitteln verringern und den CO2-Fussabdruck reduzieren. Wir finanzieren Projekte und Forschungsarbeiten, die auf die Entwicklung und Umsetzung dieser Praktiken abzielen.
     
  • Verbesserung der Biodiversität: Förderung des Anbaus verschiedener Pflanzensorten und der Integration von Lebensräumen für Wildtiere in die Agrarlandschaft. Dieser Ansatz bewahrt nicht nur die genetische Vielfalt. Er unterstützt auch Ökosysteme, die widerstandsfähig gegen den Klimawandel und Schädlinge sind.
     
  • Ländliche Gemeinschaften stärken: Wir arbeiten zusammen mit Bäuerinnen und Bauern sowie mit ländlichen Gemeinschaften, um Kapazitäten aufzubauen. Unser Ziel ist, dass nachhaltige Landwirtschaftspraktiken sowohl sozial integrativ als auch wirtschaftlich vorteilhaft sind. Dabei konzentrieren wir uns auf von den Gemeinschaften geleitete Initiativen, die die Lebensgrundlagen verbessern und die lokal-regionalen Lebensmittelsysteme stärken.
     
  • Bildung und Ausbildung: Bereitstellung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen zu den Prinzipien der Agrarökologie für Landwirtinnen und Landwirte, landwirtschaftliche Fachleute und die breite Öffentlichkeit. Diese Programme zielen darauf ab, ein tieferes Verständnis für ökologische Prozesse und die notwendigen Fähigkeiten zur Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken zu fördern.
     
  • Förderung von Forschung und Innovation: Unterstützung der Erforschung von nachhaltigen landwirtschaftlichen Techniken und Technologien, die an verschiedene Klimazonen und lokale Bedingungen anpassbar sind. Innovationen in diesem Bereich sind entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen in Bezug auf Produktivität und Nachhaltigkeit.

Agrarökologie – Schweiz

Wir setzen uns für die Förderung der Agrarökologie ein, um die Lebensgrundlage der heutigen und kommenden Generationen zu sichern. Dazu unterstützen wir landwirtschaftliche Praktiken, die ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich tragfähig und sozial gerecht sind. Unser Ziel: Wir wollen durch innovative landwirtschaftliche Techniken, die die Böden schonen und die Artenvielfalt fördern, einen Beitrag für einen gesünderen Planeten leisten.

 

Unsere Ziele:

  • Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken: Unterstützung und Verbreitung agrarökologischer Methoden, welche die Gesundheit der Böden verbessern, Wasser sparen, die Abhängigkeit von chemischen Mitteln verringern und den CO2-Fussabdruck reduzieren. Wir finanzieren Projekte und Forschungsarbeiten, die darauf abzielen, diese Praktiken im grösseren Massstab zu entwickeln und umzusetzen.
     
  • Verbesserung der Artenvielfalt: Förderung des Anbaus verschiedener Pflanzensorten und der Integration von Lebensräumen für Wildtiere in die Agrarlandschaft. Dieser Ansatz bewahrt nicht nur die genetische Vielfalt. Er unterstützt auch Ökosysteme, die widerstandsfähig gegen den Klimawandel und Schädlinge sind.
     
  • Bildung und Ausbildung: Bereitstellung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen zu den Prinzipien der Agrarökologie für Landwirtinnen und Landwirte, landwirtschaftliche Fachkräfte und die breite Öffentlichkeit. Die Programme zielen darauf ab, ein tieferes Verständnis für ökologische Prozesse und die notwendigen Fähigkeiten zur Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken zu fördern.
     
  • Förderung von Forschung und Innovation: Unterstützung der Erforschung von agrarökologischen Techniken und Technologien, die an verschiedene Klimazonen und lokale Bedingungen anpassbar sind. Innovationen in diesem Bereich sind entscheidend für die Produktivität und Nachhaltigkeit.
     
  • Netzwerke und Partnerschaften aufbauen: Aufbau eines Netzwerks von landwirtschaftlichen Fachkräften, Forscheenden, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen, die Wissen, Ressourcen und Erfolge in der Agrarökologie austauschen können. Diese Partnerschaften sind von entscheidender Bedeutung für die Verbreitung wirksamer Praktiken und den Anstoss zu weitreichenden Veränderungen.

© Learning Together to Transform the World. Studierende des Lernzenturms im Kakuma Flüchtlingslager, Kenia, © Jesuit Worldwide Learning
© Gespräch zwischen Social Change Makers während ihrer Ausbildung auf dem kanthari Campus in Kerala, Indien, © kanthari
© Management des Wassereinzugsgebiets durch Kleinbauern und -bäuerinnen in Äthiopien ©Biovision / Peter Lüthi

Fokusländer

Die Leopold Bachmann Stiftung fördert Projekte in folgenden Fokusländern:
 

In Asien:

  • Indien
  • Kambodscha
  • Laos
  • Myanmar
  • Thailand

In Afrika:

  • Malawi
  • Sambia
  • Simbabwe
  • Südafrika

In Südamerika:

  • Bolivien
  • Ecuador
  • Kolumbien
  • Peru
  • Venezuela